LBI Aktuell

LBI Aktuell ist der deutschsprachige Newsletter des Leo Baeck Instituts. Er erscheint unregelmäßig in einer Druck- und einer Onlineversion. Klicken Sie auf das Coverbild, um den Newsletter herunterzuladen.

Aktuelle Nachrichten des Leo Baeck Instituts – New York | Berlin

Im Herbst 2016 erschien die erste Ausgabe von LBI Aktuell, dem deutschsprachigen Newsletter des LBI Instituts New York | Berlin. LBI Aktuell berichtet ueber Aktivitaeten wie Ausstellungen und Bildungsveranstaltungen vor allem im deutschsprachigen Raum. Ausserdem stellt der deutschsprachige Newsletter, aehnlich wie sein englischsprachiger Bruder LBI News, Einzelstuecke und Sammlungen des LBI vor sowie Persoenlichkeiten, die im Verbund mit dem LBI das Erbe der deutsch-juedischen Geschichte lebendig halten.


„Das muss man mit eigenen Augen gesehen haben“ – Deutsch-jüdische Stipendiaten zu Besuch in New York

Eintauchen in New York City, auftauchen in neuen Lebenswelten: Für zwölf jüdische Studierende aus Deutschland bedeutete das im November eine Reise in die jüdisch-amerikanische Gegenwart und die deutsch-jüdische Vergangenheit. Wie Rafael Haimann, einer der Teilnehmenden, reflektiert, lernte er „durch die vielen Besuche bei jüdischen Organisationen und Gemeinden Ausprägungen eines weltoffenen und progressiven Judentums kennen, die ich in einer solchen Intensität bisher in Deutschland und Israel nicht erfahren hatte.“

Leo-Baeck-Medaille 2017 für Max Warburg

Der Hamburger Bankier Max Warburg erhielt die Leo-Baeck-Medaille 2017. Das LBI würdigt damit Warburg für sein persönliches Engagement für jüdische Institutionen wie das Israelitische Krankenhaus in Hamburg, sowie für seine Verdienste um den Erhalt der deutsch-jüdischen Geschichte, u.a. durch den Aufbau der Stiftung Warburg Archiv.

Wissen auf der Flucht – Eine multidisziplinäre Konferenz über die institutionelle Hilfe für politisch verfolgte Wissenschaftler

Am 4. und 5. Dezember 2017 trafen sich unter dem Schlagwort „Wissen auf der Flucht“ Akademikerinnen und Akademiker unterschiedlicher Disziplinen in New York, um das bestehende Wissen über die geleistete sowie ausgebliebene Unterstützung für Gelehrte – Akademiker, Intellektuelle und Wissenschaftler – aus bedrohten und intellektuell unterdrückten politischen Kontexten zu vertiefen. Das LBI hatte sich mit der New School for Social Research in New York und dem Deutschen Historischen Institut in Washington D.C. zusammengetan, um das akademische Treffen an der New School in Manhattan auszurichten – einer Institution, deren Geschichte der Rettung von Wissenschaftlern selbst Gegenstand der Tagung wurde.

Der Edythe-Griffinger-Kunstkatalog offenbart eine verborgene Sammlung

Seit einem Jahr wächst der Kunstkatalog des LBI im World Wide Web. Im Januar 2017 wurde der Edythe-Griffinger-Katalog mit 1000 digitalisierten Werken aus der LBI Kunstsammlung online freigeschaltet. Die Schenkung an einen Treuhandfonds nach dem Willen der verstorbenen Edythe Griffinger ermöglichte dem LBI nicht nur die Entwicklung des neuen Online-Portals für digitalisierte Kunstwerke. Sie erlaubte außerdem Kuratoren und Bibliothekaren eine sorgfältige Auswahl der wichtigsten Kunstwerke vorzunehmen und die Metadaten im Katalog zu verbessern, so dass Nutzer des Katalogs nun Zugriff haben auf Kunstwerke, die bisher kaum öffentlich zugänglich waren.

Zu Besuch im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Renate Evers, Leiterin der Sammlungen im LBI, besuchte auf Einladung des Forschungsverbunds Marbach-Weimar-Wolfenbüttel das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) . Eine Woche lang hatte sie die Gelegenheit, die Bestände und Aktivitäten des führenden Archivs der Quellen deutschsprachiger Literatur kennenzulernen. Gemeinsame mit ihren Marbacher Kolleginnen und Kollegen und entdeckte sie viele Gemeinsamkeiten zwischen unseren Institutionen und damit verbunden Möglichkeiten, zukünftig zusammen zu arbeiten.

Das „1938Projekt” – Posts from the Past, 80 Jahre danach

In einer Wanderausstellung und einem neuen Online-Projekt zeigt wir zusammen mit einer Reihe an internationalen Partnerarchiven das Jahr 1938 aus der Sicht von Jüdinnen und Juden. Die persönlichen Dokumente schildern sowohl ihre eigenen Erfahrungen und erlittenen Nöte als auch die wachsenden Spannungen in Europa und die schwindende Hoffnung für Juden in Deutschland und Österreich.

Hilfe für geflüchtete Akademiker: Ein Gespräch mit Henry Kaufman

Die Archive im Leo-Baeck-Institut sind voll von Dokumenten von Akademikerinnen und Akademikern, die – dank Hilfe aus dem Ausland – vor den Nazis fliehen konnten. Das Institut für Internationale Bildung (IIE) vermittelte seinerseits unter Federführung von Edward R. Murrow über 330 Akademikerinnen und Akademiker. Die Liste der Namen kommt einer Auflistung der Archivsammlungen im LBI gleich. Kaufman und ein weiterer deutscher Jude, der ebenfalls als Kind geflüchtete Psychiater und Investor Henry Jarecki, halfen 2002 einen mehrere Millionen Dollar schweren Fonds am IIE einzurichten. Mit ihm konnte das IIE in den letzten 15 Jahren über 700 politisch bedrohte Akademiker in über 50 Länder vermitteln.

1938Projekt | Posts from the Past

Das Leo Baeck Institute zeigt das Jahr 1938 aus der Sicht von Jüdinnen und Juden in einem Online-Projekt und einer Wandersausstellung in Deutschland. Ihre persönlichen Dokumente schildern sowohl ihre eigenen Erfahrungen und erlittenen Nöte als auch die wachsenden Spannungen in Europa und die schwindende Hoffnung für Juden in Deutschland und Österreich.

„We have wandered together a long, long way“: Die Hans und Eleonore Jonas-Sammlung

Im Sommer 2016 übergab Ayala Jonas, Tochter des in Mönchengladbach geborenen Philosophen Hans Jonas, dem Leo Baeck Institut (LBI) einen Teil des Familiennachlasses ihrer Eltern. Das Material macht das LBI der Öffentlichkeit in Form einer Buchsammlung und einer Archivsammlung zugänglich. Letztere ist über die Website des LBI digital abrufbar und enthält unter anderem frühe bisher unveröffentlichte Manuskripte, Gedichte und Zeichnungen von Hans Jonas sowie Materialien zur Familien- und Freundesgeschichte.

Carol Kahn Strauss: Eine Würdigung

Carol Kahn Strauss gehört zu den wenigen Menschen, die schon bei der ersten Begegnung einen tiefen Eindruck hinterlassen und ihrem Gegenüber in Erinnerung bleiben. Über 20 Jahre hat sie die Geschicke des Leo Baeck Instituts (LBI) maßgeblich geprägt. Carol Kahn Strauss war von 1994 bis 2012 geschäftsführende Direktorin und vertrat bis zu ihrem Ruhestand als Internationale Direktorin (2013-2015) des LBI dessen Interessen in Europa.

Israel Jacobson Netzwerk fördert die Braunschweiger Region als Wiege der jüdischen Wissenschaft

Der Bankier Israel Jacobson (1768-1828) gründete die nach ihm benannte Jacobson-Schule in Seesen, an der erstmals jüdische und christliche Kinder unterrichtet wurden. Zugleich wurde die Schule eine der frühesten Bildungseinrichtungen der Haskala, der jüdischen Aufklärung, und Israel Jacobson selbst eine der herausragenden Persönlichkeiten der Reformbewegung. Ein neuer Verein, das Israel Jacobson Netzwerk, mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Kultur und Politik, rückt diese einzigartigen und heutzutage mitunter vergessenen Errungenschaften jüdischer Protagonisten wieder ins öffentliche Bewusstsein.

Deutsch und Jüdisch – Eine Kabinettausstellung des LBI auf Besuch in Deutschland

Seit Jahrzehnten versteht sich das Leo Baeck Institut (LBI) als Mittler zwischen deutsch-jüdischer Geschichte, deutsch-jüdischer Diaspora und der deutschen Gesellschaft. In diese Entwicklung reiht sich die Ausstellung „Deutsch und Jüdisch“ ein, die als Wanderausstellung eine weitere transatlantische Brücke schlägt. Erstmals kehren die gezeigten Exponate, der Schutzbrief des Callmann Lazarus von 1777, das erste Protokollbuch der 1792 in Berlin gegründeten „Gesellschaft der Freunde“, ein Porträt von Bertha Pappenheim und die Schokoladentassen der Geschwister Maja und Albert Einstein. zurück in das Land, das ihre Besitzer und Bewahrer vor vielen Jahrzehnten verließen.