Folge 24: „Atome spalten, Grenzen überwinden”
Die Geschichte von Gertrude Goldhaber
Zu Beginn der 1930er Jahre ist Deutschland eine Hochburg der Physik, wo große Geister wie Albert Einstein und Max Planck die wissenschaftliche Landschaft revolutioniert haben. Doch eine talentierte junge Physikerin namens Gertrude (Trude) Goldhaber kämpft darum, sich in einem von Männern dominierten Bereich Gehör zu verschaffen. Trude widersteht dem Druck von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit in ihrem Umfeld. Gezwungen, im Schatten ihres Mannes, ebenfalls Wissenschaftler, zu arbeiten, trägt sie zu Forschungen und Entdeckungen bei, die zur Entwicklung der gefährlichsten Waffe führt, die die Menschheit je gesehen hat. Später, als Trude sich endlich einen eigenen Namen gemacht hat, tut sie alles in ihrer Macht Stehende, um junge Frauen zu fördern, die in ihre Fußstapfen treten.
Dank einer Förderung durch das American Institute of Physics und Mitteln des Auswärtigen Amts hat das LBI die rund 5,8 Meter Trudes Unterlagen, bestehend aus Notizen, Grafiken und Diagrammen, Originaldaten und Korrespondenz zu ihren Forschungen zwischen 1930 und 2000, bearbeitet und digitalisiert. Die Unterlagen von Maurice Goldhaber warten noch auf ihre Bearbeitung.