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Dr. Frank Mecklenburg ist Forschungs- und Archivleiter am Leo Baeck Institut, einer Forschungsbibliothek und einem Archiv, das die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums dokumentiert. Der Großteil des Materials stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert, einige Bücher und Archivalien reichen jedoch bis ins Mittelalter zurück. Das LBI wurde 1955 als Aufbewahrungsstätte für die Bücher, Papiere, Fotos und Dokumente gegründet, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Mitteleuropa gerettet werden konnten.

Als leitender Archivist überblickt Dr. Mecklenburg die Anschaffung von neuen Sammlungen. Dazu arbeitet Dr. Mecklenburg eng mit Organisationen auf Gemeindebene zusammen, um leichter auf potenzielle Materialspender zu stoßen. Gemeinsam mit den Spendern und deren Familien wickelt er dann die Schenkung und Übergabe der historischen Dokumente und Archivalien ab. In seiner Kapazität als Forschungsleiter koordiniert Dr. Mecklenburg die Stipendienvergabe an Studierende und Akademiker mittels der Förderprogramme des Instituts.

Dr. Mecklenburg ist außerdem für die Präservierung und Erweiterung des Zugangs zu den Archivbeständen zuständig. Dr. Mecklenburg spielte eine zentrale Rolle in der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung des Digitalisierungsprojekts "DigiBaeck" am Leo Baeck Institut. DigiBaeck hatte 2012 den Großteil des Archivbestands am LBI online zugänglich gemacht.

Dr. Mecklenburg kam 1984 als Archivist zum Leo Baeck Institut. 1996 übernahm er seine heutige Funktion. Er übersieht den Berliner Zweig der LBI-Archive am Jüdischen Museum in Berlin und repräsentiert das LBI New York im International Executive Committee, das die Institute in Jerusalem, London, New York und Berlin koordiniert.

Geboren und ausgebildet in Berlin lebt Dr. Mecklenburg mit seiner Ehefrau, Dr. Atina Grossmann, Geschichtsprofessorin an der Cooper Union, in Manhattan. Sie sind Eltern zweier erwachsener Kinder.