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Inheritance: Love, Loss and the Legacy of the Holocaust

Buchvorstellung in Berlin

Tag/Uhrzeit
Format
Persönlich
Eintritt
Allgemein: Kostenlos

Uwe Becker, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, das Leo Baeck Institute – New York | Berlin sowie die Hessische Landesvertretung und das Österreichische Kulturforum laden herzlich zur Buchvorstellung von Inheritance: Love, Loss and the Legacy of the Holocaust ein.

Anmeldung erforderlich.

Nach dem Tod seiner Mutter entdeckte Charlie Scheidt eine Sammlung historischer Dokumente, die ihn auf eine mehr als zehnjährige Spurensuche nach der verborgenen Geschichte seiner Familie während der Schoa führte. Gemeinsam mit Kat Rohrer, der Enkelin eines NS-Offiziers, begab er sich auf den Weg, die dramatischen Fluchtversuche seiner Familie aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa nachzuzeichnen.

Die Recherchen führen über Generationen und Kontinente hinweg und erzählen von Überleben und Verlust, von bleibenden Verletzungen und von der Kraft familiärer Erinnerung. Das Buch fragt nach den langfristigen Auswirkungen vererbter Traumata und danach, ob es möglich ist, sich aus familiären Zyklen zu lösen.

Im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren Charlie Scheidt und Kat Rohrer stehen persönliche Familiengeschichte, die Nachwirkungen der Schoa, Fragen von Identität und Zugehörigkeit sowie die Bedeutung von Erinnerungskultur heute im Mittelpunkt.

Der Abend wird von der Journalistin, Publizistin und Fotografin Sharon Adler moderiert.

Im Anschluss laden wir zu einem Empfang ein.

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Charlie Scheidt

Charlie Scheidt wurde in New York City als Sohn von Eltern geboren, die aus dem von den Nazis besetzten Europa geflohen waren. Charlie wuchs in einer eng verbundenen deutsch-jüdischen Flüchtlingsgemeinschaft auf und erlebte die traumatischen Folgen von Verfolgung und Exil hautnah mit. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm Charlie die Leitung von Roland Foods, dem von seinen Eltern gegründeten Unternehmen, führte deren Vermächtnis fort und baute es zum führenden Importeur von Feinkostprodukten aus. Nach fast fünf Jahrzehnten als Geschäftsführer trat Charlie in den Ruhestand und widmete sich fortan der Unterstützung von Universitäten und Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen.

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Kat Rohrer (Foto: Matthias Fend)

Kat Rohrer ist eine preisgekrönte Filmemacherin, die in Wien, Österreich, geboren und aufgewachsen ist und zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme produziert und inszeniert hat. Kats Dokumentarfilm in Spielfilmlänge „Back to the Fatherland“ lief in den Kinos in Österreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten und wurde im Fernsehen in Österreich, Schweden, Deutschland und Israel ausgestrahlt. Im Jahr 2023 nahm Kat mit ihren kommenden Projekten am „Torino Next Series Lab“ und am „HerArts Film Lab“ teil. Im Jahr 2024, nach seiner Weltpremiere beim BFI Flare Film Festival, wurde ihr neuester Spielfilm „What a Feeling“ auf über 35 Filmfestivals weltweit gezeigt und lief in Kinos in ganz Europa. Derzeit befindet sie sich in der frühen Entwicklungsphase eines Films, der von „Inheritance“ inspiriert ist. Kat lebt abwechselnd in Wien und New York City und schafft Geschichten, die kulturelle Grenzen hinterfragen und sich mit Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzen.

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Sharon Adler (Foto: Anette Riedl)

Sharon Adler ist Journalistin, Publizistin und Fotografin. Sie ist Gründerin und Herausgeberin des Frauen-Online-Magazins AVIVA-Berlin und Mitherausgeberin der Interviewreihe „Jüdinnen in Deutschland nach 1945“ im Deutschland Archiv Online der Bundeszentrale für politische Bildung. Darin porträtiert sie jüdische Frauen unterschiedlicher Generationen und Lebenswege. Als Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN engagiert sie sich für jüdische Frauen in Kunst und Wissenschaft. Für das Leo Baeck Institute – New York | Berlin moderierte sie u. a. Panels und Gespräche zu Themen wie Exil, Resilienz und Erinnerungskultur.