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Shared History

1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum in 52 Objekten

Das Leo Baeck Institute – New York | Berlin (LBI) plant für 2021 unser neuestes Projekt: Shared History: 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum in 52 Objekten ins Leben zu rufen.

Das Shared History-Projekt wird anhand von 52 Objekten die Geschichte von zentraleuropäischen Juden erzählen, beginnend mit dem Edikt von Konstantin dem Großen aus dem Jahre 321, das Juden erstmals Ämter in der städtischen Verwaltung in Köln zugestand, und endend mit einem zeitgenössischen Objekt aus 2021. Jedes Objekt wird die deutsch-jüdische Geschichte und ihre Verwobenheit mit Menschen, Regionen und Ländern in Zentraleuropa illustrieren. Um mehr über das Shared History-Projekt zu erfahren, klicken Sie hier.

Das Ziel der virtuellen Ausstellung ist es, eine Bandbreite verschiedener Artefakte zu präsentieren. Wir möchten Metaphern, fiktionale Konzepte, Mythen, architektonische Wahrzeichen, Symbole und Bilder berücksichtigen. Jedes nominierte Objekt soll dabei als Kommentar zu historischen Ereignissen und deren gegenwärtige Relevanz bezogen auf die übergreifenden Themen wie Migration, Inklusion, Exklusion, Akkulturation, Verfolgung, Erfolg und Resilienz dienen. Im Vorfeld nominierten Museen, Bibliotheken, und andere Einrichtungen aus ganz Europa sowie Nordamerika Hunderte von Objekten bis Ende 2019, die nach eingehender Evaluation durch das LBI sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten aus den jüdischen Gemeinden, Wissenschaft, Museen, Archiven und Bibliotheken die Basis für das geplante Projekt bilden sollen. Die Auswahl der Objekte basiert darauf, wie gut es ihnen gelingt:

  • eindrücklich Begebenheiten oder Phänomene der deutschsprachigen jüdischen Geschichte zu schildern
  • wichtige Aspekte der jüdischen Religion oder religiöse Praktiken näher zu beleuchten und zu vermitteln oder als einprägsame Zeugnisse jüdischer Kultur zu dienen
  • den Sachverhalt, dass Jüdinnen und Juden seit Jahrhunderten im deutschsprachigen Raum leben, verständlich zu machen
  • eines oder mehrere der zentralen Themen des historischen Narrativs zu erläutern, beispielsweise Migration, Inklusion, Akzeptanz, Akkulturation, Erfolg, Ausgrenzung, Verfolgung, Flucht und Resilienz
  • die Interaktion und den andauernden kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch zwischen der christlichen Mehrheit, Juden und anderen Bevölkerungsgruppen zu dokumentieren
  • den geographischen Raum zu repräsentieren, in dem Deutsch einst entweder die vorherrschende Sprache war oder noch immer ist oder in dem Deutsch innerhalb einer signifikanten Bevölkerungsgruppe als primäre Sprache gesprochen wurde.
  • interessante und visuell ansprechende Darstellungsmöglichkeiten zu bieten

Die 52 Objekte und ihre Geschichten werden eingehend recherchiert und in chronologischer Reihenfolge (ein Objekt pro Woche beginnend im Januar 2021) auf einer eigenen Shared History Website gepostet werden, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.

Wie in der beigefügten Projektbeschreibung erläutert, dienen die Beispiele auf der Website als Grundlage für weitere Aktivitäten – eine Konferenz, eine Wanderausstellung, öffentliche Veranstaltungen, pädagogische Anwendungen und eine Publikation.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte über shared-history@lbi.org.